FAQ

Klassenteilung.de ist ein Angebot an Lehrer:innen, coronabedingte Klassenteilungen möglichst sinnvoll vorzunehmen. Das Tool ist so konzipiert, dass es möglichst datensparsam funktioniert. Der Algorithmus arbeitet ausschließlich mit Pseudonymen.

Im Folgenden haben wir die häufigsten Fragen zum Datenschutz zusammengefasst:

Darf ich das Tool als Lehrer:in überhaupt einsetzen?

Ja.

In welchem Umfang personenbezogene Daten von Schüler:innen verarbeitet werden dürfen, richtet sich nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), den Landesschulgesetzen und ggf. Landesverordnungen zum Datenschutz an Schulen. Die Schulgesetze der Länder sehen in der Regel vor, dass personenbezogene Daten von Schüler:innen verarbeitet werden dürfen, soweit dies für die Erfüllung schulbezogener Aufgaben erforderlich ist. Nur, wenn die Datenverarbeitung nicht erforderlich ist, bedarf die Datenverarbeitung einer Einwilligung der Schüler:innen bzw. derer gesetzlicher Vertreter.
Soweit eine Anordnung existiert, dass Klassen zu teilen sind, ist die Art der Teilung eine schulbezogene Aufgabe und die damit verbundene Verarbeitung der Daten der Schüler:innen erforderlich.
Erforderlich ist auch die Erhebung der Nachmittagskontakte. Dies gilt jedenfalls, wenn ausdrücklich angewiesen wird, bei der Teilung der Klassen auf die epidemiologischen Gesichtspunkte zu achten. Doch auch, wenn es eine offizielle Anweisung in diese Richtung nicht gibt, ist es außerordentlich sinnvoll, bei der Teilung der Klassen auch darauf zu achten. Es wäre geradezu fahrlässig, die Nachmittagskontakte ungeachtet der entsprechenden Hinweise nicht zu beachten. Insofern ist die Erhebung der Nachmittagskontakte für die Klassenteilung erforderlich.
Wenn die sozialen Kontakte zum Zwecke der Klassenteilung erhoben werden, darf die Auswertung auch mit Hilfe unseres Tools erfolgen. „Erforderlich“ im Sinne der datenschutzrechtlichen Vorgaben meint, dass kein gleich effektives Mittel, das einen milderen Eingriff darstellt, zur Verfügung steht. Ein milderes Mittel wäre hier, die Klassen etwa nach dem Zufallsprinzip oder nach Alphabet aufzuteilen. Dieser Weg gewährleistet zwar auch eine Teilung der Klassen, jedoch besteht ein höheres Ansteckungsrisiko für den gesamten Klassenverband. Soweit sich Schüler:innen außerhalb des Unterrichts häufig treffen, kann eine Infektion leicht den anderen Klassenteil erreichen. Dieses Mittel ist daher nicht vergleichbare effektiv.
Auch eine Bestimmung der Klassenteilung durch die jeweiligen Lehrer:innen anhand der ihnen bekannten Kontakte zwischen den Schüler:innen ist nur dann in gleicher Weise effektiv, wenn den Lehrer:innen umfassendes Wissen hinsichtlich der jeweiligen sozialen Kontakte zur Verfügung steht – woran es häufig fehlen wird. Das Tool stellt insofern eine erhebliche Erleichterung des Arbeitsaufwandes dar, so dass sowohl die Auswahl per Zufall oder nach einem anderen Ordnungsprinzip kein vergleichbar effektives Mittel darstellt. Insofern müssen bei der Frage der Erforderlichkeit auch die jeweiligen Risiken für die Schüler:innen durch diese zusätzliche Datenverarbeitung mit beachtet werden.
Hier werden nur Pseudonyme in das Tool eingepflegt. Eine Speicherung erfolgt nicht. Für uns als Anbieter des Tools ist es zu keinem Zeitpunkt möglich, von den Pseudonymen auf konkrete Schüler oder Schülerinnen und deren soziale Kontakte Rückschlüsse zu ziehen. Nur den jeweiligen Lehrer:innen ist es möglich, die Daten der Schüler:innen zu zuordnen. Die Nutzung des Tools stellt im Vergleich zu einer Auswahl durch die Lehrer:innen keinen größeren Eingriff in die Privatsphäre dar. Nur die Lehrer:innen können Rückschlüsse aus den Datensätzen ziehen. Diese Rückschlüsse können diese aber auch ohne Einsatz des Tools ziehen. Die Nutzung des Tools vertieft daher nicht den Eingriff in die Privatsphäre.
Das Tool arbeitet ausschließlich mit Pseudonymen. Eine Datenweitergabe findet nicht statt. Auch dem Websitebetreiber ist ein Rückschluss auf konkrete Schüler:innen oder deren sozialen Kontakte nicht möglich.
In diesem Sinne ist die Nutzung des Tools zulässig.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten der Schüler:innen verarbeitet?

Die Rechtsgrundlage richtet sich nach den jeweiligen Schulgesetzen der Länder. Die Datenverarbeitung durch Lehrer:innen in Nordrhein-Westfalen geschieht zum Beispiel auf Grundlage von § 120 Abs. 1 S. 1 SchulG NRW i.V. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. e DSGVO. Berliner Lehrer:innen verarbeitet die Daten der Schüler:innen bei Nutzung unseres Tools auf Grundlage von § 64 Abs. 1 S. 1 SchulG Bln i.V.m. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. e DSGVO.

Brauche ich als Lehrer:in eine Einwilligung der Eltern, wenn ich das Tool nutzen möchte?

Nein.

Die Erhebung der Nachmittagskontakte und die Nutzung des Tools ist zur Erfüllung schulbezogener Aufgaben (hier der Klassenteilung) erforderlich und bedarf nicht der Einwilligung der Schüler:innen oder derer gesetzlicher Vertreter.

Muss die Erhebung der Nachmittagskontakte bei den Schüler:innen freiwillig sein?

Streng genommen sind die Schüler:innen und deren gesetzliche Vertreter verpflichtet, erforderliche Daten anzugeben. Das Tool funktioniert aber auch dann, wenn einzelne Schüler:innen nicht bereit oder in der Lage sind, entsprechende Angaben zu machen, insofern sollte die Teilnahme natürlich freiwillig sein.

Sollte ich als Lehrer:in die Angaben der Schüler:innen nach der Nutzung des Tools vernichten?

Wenn das Tool live im Unterricht genutzt wird, fallen diese Daten nicht physisch an und werden nach Schließung des Browserfensters automatisch gelöscht. Soweit vor Nutzung des Tools physische Aufzeichnungen vorgenommen werden, sollten diese in der Tat nach Nutzung des Tools vernichtet werden.

Handelt es sich nicht um eine automatische Entscheidung nach Art. 22 DSGVO?

Nein.

Bei dem ausgeworfenen Vorschlag handelt es sich zwar um eine automatisierte Verarbeitung. Die Entscheidung, wie die Klasse aufgeteilt wird, obliegt aber der Lehrer:in. Das Tool unterstützt diese Entscheidungsfindung lediglich.

Welche Daten erhält der Website-Betreiber?

Der Algorithmus verarbeitet lediglich die Daten, die die Lehrkraft eingibt. Eingegeben werden sollen lediglich Vornamen oder Pseudonyme. Diese Daten sind für den Websitebetreiber keine personenbezogenen Daten, weil sie dem Websitebetreiber keinen Rückschluss auf die hinter den Vornamen oder Pseudonymen stehenden natürlichen Personen ermöglichen. Die Daten der Schüler:innen werden auch nicht gespeichert, sondern nach Schließen des Browserfensters automatisch gelöscht.

Werden Daten der Schüler:innen bei dem Website-Betreiber gespeichert?

Nein.

Sobald das Browserfenster geschlossen wird, werden die Daten gelöscht. Der Website- Betreiber speichert die Namen oder Pseudonyme der Schüler:innen nicht. Eine Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt.

Wo wird das Tool gehostet?

Die Website läuft bei Strato auf Servern in Deutschland. Wir haben mit Strato eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung geschlossen.